Solidarität mit dem Kollektiven Zentrum Hamburg!


Wir veröffentlichen hier den Aufruf zur Demonstration in Hamburg:

„KoZe bleibt – Feuer und Flamme gegen jede Repression – Demo 7.8. – 21.30 Uhr – U-Bahn Feldstraße

Wir fordern eine politische Lösung für das Kollektive Zentrum im Hamburger Münzviertel. Autonome Aktivist_innen und Anwohner_innen haben im vergangenen Jahr Teile einer leerstehenden Schule im Münzviertel/Hammerbrook besetzt und wieder zum Leben erweckt. Diverse Initiativen, Vereine und selbstverwaltete Gruppen nutzen und gestalten die Räume – Es ist ein Zentrum für alle entstanden.

Das KoZe hat sich immer in alle Richtungen um den Erhalt des Zentrums bemüht. Gesprächsbereitschaft, Verhandlungen und eine politische Lösung standen im Fokus der Auseinandersetzung.

Am Morgen des 27.7.15 wurde um halb sechs der Hof des KoZe aufgebrochen und Arbeiter_innen betraten das Gelände, um mit Baumaßnahmen, welche nicht abgesprochen wurden, zu beginnen. Es gelang diese wieder zu vertreiben und das Tor provisorisch zu verschließen. Ein riesiges Polizeiaufgebot beantwortete diesen Widerstand. Die sehr ruppigen Beamt_innen und das eingesetzte BFE nahmen dabei bewusst schwere Verletzungen der Aktivist_innen in Kauf. Die Verhandlungsbereitschaft für eine Schlichtung wurde von den Behörden konsequent ignoriert. Im Laufe des Tages erhielten die Aktivist_innen widersprüchliche Aussagen bezüglich der Bauabsichten/Sanierung/Abriss. Bis heute ist nicht klar, was das KoZe in der nächsten Zeit erwarten wird.

Wir sehen dieses Vorgehen abermals als politisches Kalkül in einem Gesamtkontext bezüglich dessen, was gerade in Hamburg passiert. Offensichtlich scheint es der Senat eilig zu haben, die Stadt für Olympia repräsentativ zu gestalten und jegliche Form alternativen und solidarischen Lebens zu verdrängen. Auch beginnt diese Woche der Prozess um die Besetzung der Breiten Straße. Der Vorwurf des versuchten Totschlags macht deutlich, mit welcher überzogenen Härte der Staat bereit ist, unsere Vorstellung von Leben zu unterdrücken. Dies ist ein Angriff auf uns alle – Zeigt euch solidarisch!

Wir fordern den Erhalt des KoZe und die Einstellung aller Verfahren gegen unsere Genoss_innen.

Diese Stadt gehört allen und wir werden sie weiterhin selbst gestalten!

Kommt zur Demo am Freitag den 7.8. um 21.30 Uhr U-Bahn Feldstraße – Wir wollen unsere Solidarität auf die Straße tragen. Seid entschlossen, wütend und passt auf euch auf!

KoZe bleibt!

Olympia verhindern!

Free Valentin – Nazis auf’s Maul, nicht nur am 12.9.!

Einige solidarische Zusammenhänge“

#merkelstreichelt

„Das lässige Streicheln über Kinderhaar und Tierfell heißt: die Hand hier kann vernichten. Sie tätschelt zärtlich das eine Opfer, bevor sie das andere niederschlägt.“

Max Horkheimer & Theodor W. Adorno: Dialektik der Aufklärung, S. 269f.

1. August 2015: Neonaziaufmarsch in Bad Nenndorf verhindern!

„Still ♥’ing to block

Wieder wollen Neonazis das Wincklerbad in Bad Nenndorf als Symbol ihres Opfermythos nutzen. Wieder wollen sie deutsche Täter_innen zu Opfern erklären und so den Nationalsozialismus relativieren. Wieder wollen sie nationalistische und völkische Hetze verbreiten. – Das werden wir verhindern!

Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir viele Menschen nach Bad Nenndorf mobilisieren können. Wir haben gezeigt, dass Massenblockaden dort/hier möglich sind und den Naziaufmarsch effektiv verhindern können.

Wir werden uns auch in diesem Jahr nicht einschüchtern oder entmutigen lassen – nicht durch unverhältnismäßige Polizeieinsätze, behördliche Auflagen oder Repression. Wir werden den Naziaufmarsch in Bad Nenndorf blockieren.“

Mobi-Video aus Hannover:

Freiheit für Valentin!

Wir veröffentlichen hier die Pressemitteilung von der Soli-Gruppe für Valentin:

Gegen Nazis und Repression – Freiheit für Valentin

„Am 1. Juli 2015 krachte in einer WG von Bremer Genossen zum dritten Mal die Tür. Wie bei den zwei vorherigen Malen stürmten vermummte SEK-Beamte die Wohnung. Anders als bisher stellten sie dieses Mal nicht die Einrichtung auf den Kopf, um nach Beweismitteln zu schnüffeln, sondern nahmen einen Genossen mit einem Haftbefehl mit. Sein Name ist Valentin.

Ihm wird vorgeworfen, an den Auseinandersetzungen am Verdener Eck nach dem Fußballspiel Werder Bremen gegen den Hamburger SV beteiligt gewesen zu sein. An dem Tag griffen Bremer Nazi-Hools eine Gruppe Bremer antifaschistischer Ultras an. Es kam zu einer heftigen Konfrontation. Auch wenn sich der Vorfall nach einem Fußballspiel ereignete und dieses Mal Fußballfans die Betroffenen waren, handelt es sich dabei keineswegs um Fußballkrawalle. Der Übergriff hatte eine politische Dimension. Die Hooligans griffen die Ultras an, weil sie diese dem linkspolitischen antifaschistischen Lager zuordneten.

Valentin sitzt seit seiner Verhaftung in U-Haft. In einer Pressekonferenz am 2. Juli 2015 präsentierte die Polizei Bremen ihn als „Hauptverdächtigen“ der Auseinandersetzungen. Ihm wird gefährliche Körperverletzung und schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Unmissverständlich machte die Polizei klar, dass an Valentin ein Exempel gegen politisch motivierte Gewalt statuiert werden soll.

Diese Situation kotzt uns an. Wir stehen solidarisch zu unserem Freund, Genossen und Bruder Valentin. Wir werden alles dafür tun, um ihm zur Seite zu stehen und die Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen, die er braucht.

Um ihm finanziell den Rücken stärken zu können, ist ein Spendenkonto eingerichtet. Beteiligt euch an den Spenden, denn gemeint sind wir alle. Lasst eure Solidarität für ihn spürbar werden, indem ihr ihm Post zukommen lasst. Wir werden dafür ein Postfach einrichten und euch die Adresse in den kommenden Tagen kommunizieren. Überdenkt aber bitte, was ihr in die Briefe reinschreibt. Achtet bei Absender und Inhalt auf die Begebenheit, dass die Polizei die Briefe auch lesen wird.

Aus Hass und Wut wird Widerstand.

Spendenkonto:

Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Bremen
IBAN: DE71 2001 0020 0481 9122 06
BIC: PBNKDEFF
Postbank Hamburg
Verwendungszweck: Freiheit für Valentin

(Bitte denkt unbedingt daran den Verwendungszweck einzutragen)“

Solidaritätsblog für Valentin>>>

In Gedenken an Halim Dener


Halim Dener gefoltert. geflüchtet. verboten. erschossen.
Am morgigen Samstag, den 4. Juli, findet eine Demonstration in Hannover zum Gedenken an Halim Dener statt.
Vor 21 Jahren wurde Halim Dener von einem deutschen Polizisten in Hannover erschossen. Die gesellschaftlichen und politischen Fragen von Krieg, Flucht, staatlicher Repression und Polizeigewalt, die zum Tod des 16-jährigen Kurden geführt haben, sind nach wie vor ungelöst. Auch darum gedenken wir Halim und fordern eine Aufhebung des PKK-Verbots sowie einen würdevollen Umgang mit dem Gedenken an ihn.
Kommt daher zur Demonstration: 04.07.2015 | 14.00 Uhr Hannover | Kröpcke
Anreise aus Hamburg: Samstag – Treffpunkt um 11:30 Uhr am Hauptbahnhof vor dem Reisezentrum
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